Verkleidungskiste ideenEine Verkleidungskiste ist ein Highlight für Kinder. Alte Faschingskostüme, abgelegte Erwachsenenkleidung und Mode aus längst vergangenen Tagen wird im Kinderzimmer zu immer neuen Outfits kombiniert.

Dabei fördert das Verkleiden die Kreativität der Kinder und ist bei Mädchen und Jungen gleichermaßen beliebt.

Eine Verkleidungskiste ist auch ein super Geschenk zum Geburtstag, weil sie gleich zum Einsatz kommen kann und die ganze Kindergruppe beschäftigt.

Verkleidungskiste selbst machen – Was kann hinein?

Was kann man in eine solche Verkleidungskiste hineintun? Woran haben Kinder besonders Freude? Wir haben 10 Must Haves zusammengestellt, die auf keinen Fall fehlen dürfen:

  1. Röcke & Kleider: Viefältig einsetzbar für feine Damen, Prinzessinnen, Hexen und viele mehr
  2. Hüte: Je ausgefallener desto besser
  3. Eine ausrangierte Gardine: Macht sich als Gespenst ebenso gut wie als Schleier für Bräute und Tänzerinnen
  4. Perücke: Für die ganz große Veränderung
  5. Handtasche: Gerne altmodisch und kitschig
  6. Altes Brillengestelle und Sonnenbrille: Für Gangster und Promis aller Art
  7. Kravatte: Für den Bräutigam oder den feinen Herrn
  8. Schmuck: Ketten, Armbänder, Ringe, Broschen etc.
  9. Accessoires: Anstecker, Schals, Tücher oder die beliebte Federboa komplettieren jedes Kostüm
  10. Gürtel und Hosenträger: Damit können auch Kleidungsstücke, die nicht in Kindergröße sind, gut getragen werden.
  11. Ausrangierte Arbeitskleidung: Kittel, Schürzen, Warnwesten, Helme… Einfach mal überlegen, wer im Familien- oder Bekanntenkreis einen spannenden Beruf hat.
  12. Stoffreste: Pannesamt, Tüll, oder Pailettenstoff – Das fühlt sich interessant an und lässt sich vielseitig verweden.

Wie kommt man an originelle Verleidungsstücke?

Ausmisten: Am naheliegendsten ist es im eigenen Schrank, oder noch besser bei den Großeltern, nach ausgefallenen Stücken und Accessoires zu suchen. Leopardenleggins, Hawaihemden oder neonfarbene Stirnbänder – Modesünden aus vergangenen Jahrzehnten sind den Kindern noch unbekannt und sorgen für Begeisterung. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man füllt die Verkleidungskiste und wird ein ungeliebtes Teil los.

Ersteigern: Eine gute Quelle ist es, bei der Onlinauktionsplattform ebay gegen Ende oder nach der Faschingszeit nach Schnäppchen zu suchen. Nicht selten findet man in dieser Zeit Glitzerkleider, Ganzkörperkostüme, Zauberumhang und Co. für wenige Euro. Hier gibt es weitere Anregungen, was in eine Verkleidungskiste für Kinder kann.

Aufstöbern: Colle, auffällige Einzelstücke findet man auf Flohmärkten. Das Aufstöbern hat ein bisschen was von Schatzsuche und die Preise sind niedrig. Auch in Second-Hand-Läden kann man oft etwas außergewöhnliches für die Kostümkiste finden.

Mitbringen: Andere Länder, andere Kleidungssitten. Ein Sari aus Indien, ein Sarong aus Bali, oder ein Tirolerhut – Das bringt Abwechslung in die Kostümkiste! Zudem ist die landestypische Kleidung im Urlaubsland oft günstig zu bekommen.

Tauschen: Vor allem, wenn man die Verkleidungsbox schon länger hat, kennen die Kinder sie in und auswendig. Das geht aber auch anderen Kindern so. Warum also nicht mal ein paar Teile mit Freunden tauschen?

 

Verkleidungskiste anlegen – Darauf sollte man achten!

Nur Altes und Ausrangiertes: Beim Spielen kann schon mal etwas zu Bruch gehen. Also tun sie nur solche Stücke hinein, wo auch mal etwas kaputt gehen oder schmutzig werden darf.

Verletzungsgefahr minimieren: Jedes Stück sollte man vorher prüfen, ob Verletzungsgefahr z.B. durch spitze Metallteile besteht und diese gegebenenfalls entfernen.

Altersgerechte Stücke auswähen: Ebenso sollte man sich fragen, ob die ausgewählten Teile für das Alter des Kindes geeignet sind. Stellt man die Verkeidungskiste für jüngere Kinder zusammen, sollte man zum Beispiel lange Halsketten und Teile mit Strangulierungsgefahr aussortieren. Auch Accessoires und Kleinteile, wo Verschuckungsgefahr besteht gehören nicht in die Kiste für Kleinkinder. Besser aussortieren und für später aufheben. Die Kinder freuen sich dann umso mehr, wenn immer mal wieder ein neues Tei hinzu kommt.

Interessen der Kinder berücksichtigen: Wer die Kostümkiste für seine Kinder selbst zusammenstellt, hat den Vorteil, dass er sie auf die Vorlieben der Kids abstimmen kann. Bei einer Verkleidungskiste für Mädchen kommen Schmuck, Tücher und ähnliche Accessoires immer gut an. Bei Jungen darf es neben Schlips und Fliege auch gerne mal eine Spielzeugpistole oder ein Holzschwert als Ergänzung zu den Kostümen sein.

Ab und zu mal aussortieren: Im Laufe der Zeit kann sich in so einer Verkleidungskiste einiges ansammeln. Damit die Sammelwut nicht überhand nimmt, empfielt es sich, hin und wieder einmal gemeinsam hineinzuschauen und auszumisten. Was ist zu verschlissen oder kaputt? Was ist schmutzig und muss gewaschen werden? Was wird gar nicht getragen? Auch kann man ab und zu mal ein Stück mit Freunden tauschen, wenn die eigene Kiste langweilig wird.


Und die Kiste selbst?

Wer eine Verkleidungskiste selbst machen will, braucht neben Kostümteilen auch eine Kiste.

Ein schöne 2in1 Lösung ist eine Sitzbank mit Truhe unter der Sitzfläche. Dort können die Verkleidungssachen verstaut werden und sie sind für die Kinder selbstständig zugänglich. Außerdem hat man gleichzeitig eine praktische Sitzmöglichkeit fürs Kinderzimmer.

Wenn kein Platz für eine Sitzbanktruhe da ist, dann ist eine Kiste mit Deckel eine gute Alternative:

Eine selbst zusammengestellte Verkleidungskiste muss also nicht teuer sein und bringt jede Menge Spaß!


Verkleidungskiste kaufen

Als Alternative (oder Ergänzung) zu den selbst gemachten kann man auch eine fertige Verkleidungskiste kaufen. Dann hat man gleich mehrere Teile in einem Paket:

Eine größere Auswahl an weiteren Verkleidungssets gibt es hier bei Amazon.de*


Verkleidungskiste leihen

Wer die Kostümkiste nur für einen kurzen Zeitraum benötigt, kann sich auch eine Sammlung an Kostümen und Kostümteilen leihen. Im Internet findet man einige Angebote, wo man Kostümpakete zum Beispiel für einen Mottogeburtstag mieten kann. Von der Prinzessin, über Indianer bis hin zu Märchen oder gruseligen Monstern – da ist für jeden etwas dabei.


Verkleidungsspiele für Kinder

Eine Verkleidungskiste kann Kinder an Regentagen stundenlang beschäftigen. Manchmal gehen ihnen jedoch die Ideen aus und man kann etwas mithelfen, indem man Spielideen gibt.

Pantomime mit Kostümen aus der Verkleidungskiste

Dieses Spiel eignet sich gut, wenn man eine größere Gruppe Kinder (mindestens 4) im Haus hat und zwei Teams bilden kann. Zum Beispiel beim Kindergeburtstag oder wenn man kleine Übernachtungsgäste hat.

Jeweils ein Teammitglied muss den Raum verlassen, während sich das andere als eine Person (Tänzerin, Clown, etc.) verkleidet und eine typische Geste, Bewegung oder Gesichtsausdruck dieses Charakters einübt. Wenn derjenige von draußen hereingeholt wird, muss er erraten, um welche Person es sich handelt.

Als wer oder was sie sich verkleiden, können sich die Kids selbst ausdenken, wenn sie an der Reihe sind. Oder sie schreiben vorher einige Charaktere auf Karten und lassen jeden eine ziehen. Gut geeignet sind prägnante Charaktere, die Kinder kennen und gut darstellen können. Zirkusclown, Schornsteinfeger, Bauarbeiter, Braut, Tänzerin, Indiander, Detektiv, Gespenst, und, und, und.

Die Komplettverhüllung

Ein Kind wird vor die Tür geschickt. Die andern nehmen sich aus der Verkleidungskiste so viele Kleider, Blusen, Tücher etc. wie sie brauen, um ihren Körper komplett zu verhüllen. Von Kopf bis Fuß soll alles verdeckt sein. Maximal ein kleines Guckloch für die Augen kann offen bleiben.

Dann wird das Kind, das draußen war, hereingeholt und muss herausfinden, wer unter welcher Verhüllung steckt.

Um das Ratespiel zu erschweren, können sich Kinder eine Kopfbedeckung aufsetzen, damit sie größer aussehen. Oder in die Knie gehen, um kleiner zu wirken und den Ratenden zu verwirren. Auch kichern und lachen gilt es zu unterdrücken, denn das könnte verräterisch sein. Beim Ablegen der Kleiderschichten kommt dann die große Überraschung!

Spielen und Lernen verbinden

Das größte für Kinder jeden Alters ist es, wenn Erwachsene sich Zeit nehmen und mit ihnen Spielen. Beim gemeinsamen Entdecken der Verkleidungskiste kann man gleichzeitig auch spielerisch Wissen vermitteln.

Beispielsweise kann man den Kindern zeigen, wie man aus einem Schal oder Tuch einen Turban wickelt. Beim Turbanwickeln trainieren die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten. Und anschließend kann man gemeinsam überlegen, wer alles einen Turban oder eine ähnliche Kopfbedeckung trägt. Ein Scheich, die Nomaden in der Wüste, manche Inder. Fallen uns noch mehr ein? Und was könnten die Gründe sein, warum die Menschen diese Kopfbedeckung tragen? Wegen der Hitze? Als Schutz vor Sand und Staub? Oder aus Tradition? Finden wir es gemeinsam heraus!

Das Lernspiel lässt sich beliebig fortsetzen:

  • Wer trägt alles einen Hut? Schornsteinfeger, Pirat, Cowboy, Wanderer, die englische Königin, …
  • Wer trägt eine Schürze? Köche, Kellner, Gärtner, …
  • Wer trägt einen Kittel? Ärzte, Krankenschwester/Pfleger, Forscher, …
  • Wer trägt eine Krawatte? Bräutigam, Geschäftsmann, Bankmitarbeiter,…
  • Wer trägt einen Helm? Bauarbeiter, Feuerwehrmann, Motorradfahrer, Ritter, Astronauten,

Auf diese Weise lernen die Kinder die einzelnen Stücke in ihrer Verkleidungskiste kennen und bekommen Ideen, wie sie die Teile beim Verkleiden kreativ einsetzen können.